Das EMILIA-Projekt

Viele Migrantinnen im Ruhrgebiet arbeiten unterhalb ihrer Qualifikation und zu niedrigen Löhnen. Weil ihre Sprachkenntnisse nicht ausreichen, weil ihre akademischen Abschlüsse nicht anerkannt werden oder weil sie mit den Strukturen des deutschen Bildungssystems und Arbeitsmarktes nicht vertraut sind.

Unternehmen können auf die Potenziale dieser Frauen nicht mehr verzichten. Sie brauchen Fachkräfte und sie brauchen Mitarbeiterinnen mit starker Motivation, vielfältiger Erfahrung und interkultureller Kompetenz.

Das EMILIA-Projekt begann im November 2011 und wurde im Oktober 2014 beendet - über 1.000 Frauen wurden beraten und geschult.

Der erfolgreiche Ansatz des EMILIA-Projekts wurde auf der Fachtagung am 21. Oktober 2014 vorgestellt. Dazu wurde eine Projektdokumentation ausgegeben, die Sie hier nachlesen können. (PDF, 1,1 MB).

Die Einladung zur Fachtagung ist hier nachzulesen. (PDF, 143 KB)

Ein Video zum Projekt EMILIA können Sie hier finden.

Projektträger | Projektbüro

Gender-Referat im Ev. Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid

Projektpartnerin

RevierRessourcen gUG (haftungsbeschränkt)
Claudia Quirrenbach
Tel.: 02 09 / 359 881 25
info@revierressourcen.de
www.revierressourcen.de

Kooperationspartnerinnen

Stadt Gelsenkirchen: Steuerungsstelle Kommunale Beschäftigungsförderung, Integrationsbeauftragter, Gleichstellungsstelle, Koordinierungsstelle Stadterneuerung, Stabsstelle Wirtschaftsförderung und Liegenschaften, RAA und VHS
GEMI e.V. - Gelsenkirchener Migrantenselbstorganisationen
IAG - IntegrationsCenter für Arbeit Gelsenkirchen
INTUV - Internationaler Unternehmerverband Ruhrstadt
IHK - Industrie- und Handelskammer Nordwestfalen

sowie viele weitere Kooperationspartner/innen, die im Projektverlauf gewonnen wurden.

EMILIA wurde gefördert aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union und aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen des Programms BIWAQ – Bildung, Arbeit, Wirtschaft im Quartier.

Wir dokumentieren im Folgenden die Angebote im EMILIA-Projekt

Angebote für Migrantinnen
EMILIA berät und qualifiziert Frauen, die unterhalb ihrer Qualifikation arbeiten und beruflich weiterkommen wollen.

Unternehmen beteiligen
EMILIA setzt auf die aktive Beteiligung der Unternehmen vor Ort. Als Partner (z.B. für Praktika) profitieren sie von qualifizierten Mitarbeiterinnen mit interkultureller Kompetenz.

Projektflyer

Lust auf Selbstständigkeit
Seminarangebote für gründungsinteressierte Frauen und Existenzgründerinnen!

Angebote für Migrantinnen

Jede berufliche Biografie ist anders.
Darum gibt es bei EMILIA unterschiedliche Bausteine, mit denen Sie an Ihrer beruflichen Zukunft arbeiten können.

EMILIA ist ein Projekt für Migrantinnen. Beruflich weiterkommen! Gute Arbeit finden!

Beratung zur beruflichen Orientierung

Vielleicht waren Sie lange nicht berufstätig. Vielleicht wollen Sie mehr über konkrete Berufsbilder erfahren. Ob Sie sich auf Bewerbungen vorbereiten oder an einer Gründungsidee arbeiten wollen - finden Sie heraus, wohin Ihr Weg gehen kann.
Damit Sie aus den EMILIA-Bausteinen das Richtige für sich finden, bieten wir Ihnen zunächst eine individuelle Beratung an. So können Sie Ihren Berufsweg planen und klären, welche Unterstützung Sie brauchen, um Ihr Ziel zu erreichen.

EMILIA-Coaching

Jeder berufliche Neuanfang ist ein Weg, der mal leichter gelingt und mal schwerer zu bewältigen ist.
Damit Sie Ihren eigenen Zielen Schritt für Schritt näherkommen, bieten wir den Frauen, die an unseren Fortbildungen und Trainings teilnehmen, ein begleitendes Coaching an.

EMILIA-Fortbildung: „Leiten, Führen, Moderieren"

Im beruflichen Alltag sind viele Fähigkeiten gefragt. Kommunikation ist dabei ein wichtiger Schlüssel. In der Fortbildung erlernen Sie Techniken und üben diese für die Praxis ein. Unser Kooperationspartner ist das „Ruth-Cohn-Institut für TZI international“.

EMILIA-Qualifizierung: Existenzgründung

Selbstständigkeit kann eine existenzsichernde Alternative sein. EMILIA vermittelt Grundlagen für eine Gründung und berät individuell zu Gründungsideen und -konzepten.
Seminarangebote für gründungsinteressierte Frauen und Existenzgründerinnen finden Sie hier!

Berufliche Vernetzung und Erfolgsteams

EMILIA unterstützt die Vernetzung von berufstätigen Frauen und Wiedereinsteigerinnen und begleitet den Aufbau berufsbezogener Erfolgsteams für Beschäftige in der Altenpflege und in sozialen Berufen, für Studienanfängerinnen und für Bewerberinnen, die eine Stelle suchen, bei der sie das muslimische Kopftuch tragen können.

EMILIA - Qualifizierung und Praxis

10 Monate in Vollzeit incl. zwei Praktika (Flyer). Start: 3. September 2012

  • Professionelles Training für Frauen, die sich im Bereich Management, Organisation und Kommunikation weiterbilden wollen
  • Sprachkompetenz und Computer-Kenntnisse
  • Betriebswirtschaftliche Grundlagen
  • Gender- und Diversity-Management
  • Berufliche Orientierung, Bewerbungstraining und Kontakte zu Arbeitgebern

Unternehmen beteiligen

Die Wirtschaftsstruktur im Ruhrgebiet ist vielfältig. Ob große Produktionsbetriebe, lebendiger Mittelstand oder Klein- und Kleinstbetriebe - sie brauchen die Potenziale qualifizierter Migrantinnen.

Arbeitgeber gewinnen

Migrantinnen gehen selten offensiv auf potenzielle Arbeitgeber zu. Mit EMILIA lernen die Unternehmen im Ruhrgebiet ihre Fachkräfte von morgen kennen.

  • Als Praktikums- oder Ausbildungsbetrieb
  • Bei Veranstaltungen zu Gender und Diversity im Unternehmen
  • Als Netzwerkpartner

Kleinbetriebe vernetzen

Kleinbetriebe sind für die Struktur der Stadtteile wichtig. Wachsen sie, sind sie interessante Arbeitgeber. Um die kleinunternehmerische Kultur im Ruhrgebiet zu stärken und zu professionalisieren, fördert EMILIA ihre Vernetzung.

Neue Angebote für Unternehmen im Quartier!

(Miteinander stärker werden)

 

 

 

Gender-Referat

Termine:

Jeden Mittwoch 10-12 Uhr
Offene Sprechstunde

Das MIRA Projektbüro ist wieder geöffnet.
Um uns alle zu schützen, gelten besondere Regeln. Die Corona-Schutz-Regeln finden Sie hier.

Am einfachsten: Sie rufen uns an unter
02 09 - 35 98 81 29.

17. August
Beginn des nächsten MIRA-Kurs
Berufliche Orientierung: Qualifizierung für Mütter mit Migrationshintergrund

20. September 18 Uhr
„Sonntagsmusiken“
Das musikalisch-literarische Programm gibt einen Einblick in die Salonkultur Berlins.
Ort: Kulturraum „die flora“.
Bitte unbedingt reservieren, sonst leider kein Einlass möglich (Corona-Schutzmaßnahmen).

12. November
2. Gelsenkirchener Frauenmahl zum Thema „Klimawandel – Klimagerechtigkeit“.
Genauere Informationen erfolgen zeitnah.

14. November
Die 34. Bücherbörse der AKTION WEITBLICK wird voraussichtlich wie geplant vom 14.-17. November stattfinden.

www.apfel-blog.de

Der Blog zum Weiterdenken, ganz ohne Ansteckungsgefahr.

Feier- und Gedenktage 2020

August

02.08. Gedenktag des Genozids an den Roma.

03.08. Geburtstag der Rabbinerin Regina Jonas (1902), die 1935 in Deutschland als weltweit erste Frau die Smicha (Ordination) erhielt. „Kann die Frau das rabbinische Amt bekleiden?" ist der Titel ihrer detaillierten, talmudischen Studie, mit dem sie ihren Berufswunsch inhaltlich und formal begründet. Am 12.12.1944 wurde sie im KZ Auschwitz-Birkenau ermordet.

06.08. Hiroshima-Gedenktag.

15.08./28.08. Mariä Himmelfahrt. Katholische Christ_innen feiern Marias Aufnahme in den Himmel. Orthodoxe Christ_innen gedenken – einige Tage später – dem Entschlafen der Gottesmutter.

20.08. Islamisches Neujahr. Beginn des Jahres 1442 nach islamischer Zeitrechnung.

22.08. Erdüberlastungstag - mit diesem Tag sind rechnerisch die erneuerbaren Ressourcen der Erde aufgebraucht, global berechnet. Für Deutschland liegt der Tag der Ressourcenerschöpfung (aufgrund der fehlenden Energiewende usw.) regelmäßig im Frühjahr.

27.08. Geburtstag von Ruth C. Cohn (1912) in Berlin. Die jüdische, mehrfach ausgezeichnete Psychoanalytikerin und Pädagogin entwickelte – nach der Flucht über die Schweiz in die USA – die Themenzentrierte Interaktion (TZI), um damit viele Menschen zu stärken, sich einer Wiederholung der NS-Zeit entgegenzustellen. Im EMILIA-Projekt erhielten 12 Teilnehmerinnen ein Zertifikat in TZI.
Ruth Cohn starb 98jährig am 30.02.2010.

September

01.09. Beginn des Kirchenjahres der orthodoxen Kirchen, an diesem Tag wird besonders der Schöpfung gedacht.

06.09. Europäischer Tag der jüdischen Kultur

08.09./21.09. Mariä Geburt. Die römisch-katholische Kirche feiert die Geburt Marias, in den orthodoxen Kirchen ist die Bezeichnung „Gottesmutter“ üblich.

19.09. Rosch Ha-Schana. Neujahrsfest. Beginn des jüdischen Jahres 5781 und Beginn eines der Selbstreflexion gewidmeten Monats.

27.09. Beginn der Interkulturellen Woche unter dem Motto „Zusammen leben, zusammen wachsen“

28.09. Jom Kippur. Der Versöhnungstag ist der wichtigste jüdische Feiertag und Abschluss der zehn Bußtage nach Rosch Ha-Schana, der mit Gebet und strengem Fasten begangen wird.