Sarah-Hagar-Initiative

Die Sarah-Hagar-Initiative Ruhrgebiet wurde 2005 von jüdischen, christlichen und muslimischen Frauen gegründet.

Religiöse Visionen von Gerechtigkeit

Jede der Religionen kennt in ihrer Tradition überlieferte Visionen und Forderungen nach Gerechtigkeit und Frieden. Diese greifen die Frauen der Sarah-Hagar-Initiative auf und nutzen sie für ein friedliches Miteinander. Die Initiative verknüpft Religion, Politik und Gender miteinander.

Engagierte Frauen

Das Gender-Referat ist von Anfang an an der Sarah-Hagar-Initiative im Ruhrgebiet beteiligt. In der Initiative begegnen sich Frauen, die sich in ihren eigenen Religionsgemeinschaften in religionspolitischen und politischen Zusammenhängen engagieren.

In der Tradition der Stammmütter

Namensgeberinnen der Initiative sind Sarah und Hagar, die Frauen des Abraham. Auf ihn berufen sich die drei abrahamischen Religionen. Sarah und Hagar gelten in Judentum, Christentum und Islam als Stammmütter.

Die Dialogprinzipien der Sarah-Hagar-Initative:

  1. Wir sind im Dialog untereinander die Lernenden.
  2. Wir bringen uns gegenseitig „radikalen Respekt“ entgegen im Sinne einer aktiven Anerkennung.
  3. Wir versetzen und fühlen uns in die Gesprächspartnerin hinein.
  4. Wir arbeiten heraus, wo Vorurteile oder Annahmen unser eigenes Weltbild prägen.
  5. Wir sind bereit, darzustellen, woher unsere Meinungen stammen und die Gegenseite zu hören und unsere eigenen Meinungen ggf. zu revidieren.
  6. Es gibt keinerlei Missionierung, es gibt keinerlei endgültige Wahrheiten. Jede Tradition hat ihren eigenen Wert, keine ist besser als eine andere.

Die Dialogprinzipien sind zitiert nach Carola von Braun, Eröffnungsvortrag beim Kongress Religion – Politik – Gender am 21. Mai 2004 in Berlin (gekürzt).

Gender-Referat

Termine:

Jeden Mittwoch 10-12 Uhr
Offene Sprechstunde

Das MIRA Projektbüro ist wieder geöffnet.

Um uns alle zu schützen, gelten besondere Regeln. Die Corona-Schutz-Regeln finden Sie hier.

Am einfachsten: Sie rufen uns an unter 02 09 - 35 98 81 29.

www.apfel-blog.de

Der Blog zum Weiterdenken, ganz ohne Ansteckungsgefahr.

Feier- und Gedenktage 2020

Mai

01.05. Tag der Arbeit. Ein Demonstrations- und Feiertag der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegungen weltweit. Auslöser war ein Generalstreik in Chicago 1886 und sein blutiges Ende. Heute in vielen Ländern gesetzlicher Feiertag.

12.05. Lag BaOmer. 33. Tag der Omer-Zeit (49 Tage zwischen Pessach und Schawuot, Trauerzeit im Gedenken an die Verfolgungen durch die Römer nach dem Bar Kochba Aufstand 135 u. Z.), Unterbrechung der Trauerzeit.

19.05. Nacht der Bestimmung (Lailat ul-Qadr). In dieser gesegneten Nacht empfing der Prophet Muhammad seine erste Offenbarung (Sure 96,1-5). Viele Muslim_innen verbringen die ganze Nacht im Gebet.

19.05. Geburtstag der Rahel Levin Varnhagen von Ense im Jahr 1771, einer Schriftstellerin und Philosophin der Kommunikation. Sie unterhielt einen bedeutenden Salon in Berlin, und ist damit Vorläuferin des interdisziplinären und interkulturellen Dialogs. Der erste Lila Salon war ihr gewidmet. 

21.05. Christi Himmelfahrt. 40 Tage nach Ostern Abschied Jesu von seinen Jünger_innen.

24.-25.05. Ramadanfest (Id-ul-Fitr). Das Fasten im Ramadan endet täglich mit Sonnenuntergang. Am Ende des Monats wird das Fest des Fastenbrechens gefeiert. Eine säkulare türkische Bezeichnung ist auch Seker Bayrami (Zuckerfest).

29./30.05. Schwawuot (Wochenfest). Erinnerung an die Gabe der Tora, zugleich Fest der Erstlingsfrüchte (sieben Wochen nach Pessach; schawua = Woche).

31.05./01.06.06. Pfingsten. Fest der heiligen Geistkraft, die auf die Apostel_innen herabkam. 50 (= griech. pentekoste) Tage nach Ostern.

Juni

7.06. Trinitatis. Seit dem 10. Jh. Vergegenwärtigung der Gottesvorstellung in dreifacher Gestalt; evangelisch auch Fest des Glaubensbekenntnisses.

11.06. Fronleichnam. Vielfach als Prozession mit Hostien (= Elemente der Eucharistie) gefeiert.

20.06. Weltflüchtlingstag, eigentlich: Welttag der Migranten und Flüchtlinge, 1914 von Papst Benedikt XV. unter dem Eindruck des Ersten Weltkrieges ausgerufener Gedenktag, 2001 von der UNO übernommen.

24.06. Geburt Johannes des Täufers. Bote, der auf Jesus hinweist. Vielfältiges Brauchtum.

28.06. Christopher-Street-Day, auch Regenbogenparade. Demonstrations- und Festtag für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern (LGBT).