Bibel in gerechter Sprache - Eine Ausstellung mit 10 Texten

Die Bibel geschlechtergerecht übersetzen

Im Oktober 2006 erschien die Bibel in gerechter Sprache (BigS). Sie ist das Ergebnis eines Übersetzungsprojekts, an dem 52 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beteiligt waren. Ihr Ziel war es, die biblischen Texte geschlechtergerecht zu übersetzen. Das bedeutet: So lange in einem - wenn auch grammatikalisch männlichen - Text, Frauen nicht ausdrücklich ausgeschlossen sind, geht die Übersetzerin davon aus, dass auch Frauen beteiligt bzw. gemeint sind. So werden z.B. Apostelinnen oder Gemeindeleiterinnen sichtbar.

Die Bibel in gerechter Sprache geht davon aus: Jeder Text ist ein Spiegel seiner Zeit, jede Übersetzung eine Interpretation.

Eine Übersetzung ist eine Übersetzung

Für die Ausstellung wurden beispielhaft fünf Texte aus der Hebräischen Bibel (Altes Testament) und vier aus dem Neuen Testament ausgewählt, um die Arbeitsweise der BigS zu zeigen.
Auf einer Stoffbahn ist der Text jeweils im fremdsprachigen Original und auf einer zweiten Stoffbahn in der deutschen Übersetzung gedruckt.
So wird schnell deutlich: Jede deutsche Bibelübersetzung ist eben das: eine Übersetzung des hebräischen bzw. griechischen Originals.

Die 18 Stoffbahnen können leicht aufgehängt werden, sie sind 1 x 1 Meter groß. Eine weitere Stoffbahn (1,40 x 1,40) bildet eine Art Motto, sie bringt einen biblischen Text, der aus antiker Perspektive bereits das Problem jeder Übersetzung anspricht.

  • Idee und Textredaktion: Antje Röckemann
  • Künstlerische Gestaltung: Claudia Lüke, Gelsenkirchen

BigS unterwegs

Die Ausstellung wurde ermöglicht durch eine großzügige Spende der Konferenz der Frauenreferentinnen und Gleichstellungsbeauftragten in der EkvW. Die Ausstellung wurde zuerst im Oktober 2006 in Frankfurt beim Begrüßungs-Gottesdienst der Bibel in gerechter Sprache gezeigt – seither ist sie viel gewandert.

Im Herbst 2009 wurde sie in der Christuskirche in Gelsenkirchen-Bismarck gezeigt, Dr. Aurica Nutt (Jax) war für einen Vortrag eingeladen: "Gerechtigkeit beginnt mit der Sprache".

BigS - Tafeln der Ausstellung

Die nachfolgenden Textbeispiele aus der Ausstellung zeigen beispielhaft, wie die Bibel in gerechter Sprache in der Übersetzung mit den Originaltexten umgeht.

Vorwort Jesus Sirach (828 KB, PDF)






Genesis 1 hebräisch (649 KB, PDF)

fileadmin/user_upload/BigS/Genesis1_hebr.pdf
 





Genesis 1 (687 KB, PDF)


 

 

 

Matthäus 5 griechisch  (466 KB, PDF)


 

 

  

Matthäus 5 (484 KB, PDF)

 

 

 

 

 

 

Alle Bibeltexte zur Ausstellung (80KB, PDF)

Erklärungen zur Ausstellung (58KB, PDF)

Wenn Sie mehr wissen wollen:

Vertraute Texte neu hören und bedenken. Ein Interview mit Antje Röckemann (2007)

Zur Website www.bibel-in-gerechter-sprache.de

Gender-Referat

Termine:

Jeden Mittwoch 10-12 Uhr
Offene Sprechstunde

Das MIRA Projektbüro ist wieder geöffnet.
Um uns alle zu schützen, gelten besondere Regeln. Die Corona-Schutz-Regeln finden Sie hier.

Am einfachsten: Sie rufen uns an unter
02 09 - 35 98 81 29.

17. August
Beginn des nächsten MIRA-Kurs
Berufliche Orientierung: Qualifizierung für Mütter mit Migrationshintergrund

20. September 18 Uhr
„Sonntagsmusiken“
Das musikalisch-literarische Programm gibt einen Einblick in die Salonkultur Berlins.
Ort: Kulturraum „die flora“.
Bitte unbedingt reservieren, sonst leider kein Einlass möglich (Corona-Schutzmaßnahmen).

12. November
2. Gelsenkirchener Frauenmahl zum Thema „Klimawandel – Klimagerechtigkeit“.
Genauere Informationen erfolgen zeitnah.

14. November
Die 34. Bücherbörse der AKTION WEITBLICK wird voraussichtlich wie geplant vom 14.-17. November stattfinden.

www.apfel-blog.de

Der Blog zum Weiterdenken, ganz ohne Ansteckungsgefahr.

Feier- und Gedenktage 2020

August

02.08. Gedenktag des Genozids an den Roma.

03.08. Geburtstag der Rabbinerin Regina Jonas (1902), die 1935 in Deutschland als weltweit erste Frau die Smicha (Ordination) erhielt. „Kann die Frau das rabbinische Amt bekleiden?" ist der Titel ihrer detaillierten, talmudischen Studie, mit dem sie ihren Berufswunsch inhaltlich und formal begründet. Am 12.12.1944 wurde sie im KZ Auschwitz-Birkenau ermordet.

06.08. Hiroshima-Gedenktag.

15.08./28.08. Mariä Himmelfahrt. Katholische Christ_innen feiern Marias Aufnahme in den Himmel. Orthodoxe Christ_innen gedenken – einige Tage später – dem Entschlafen der Gottesmutter.

20.08. Islamisches Neujahr. Beginn des Jahres 1442 nach islamischer Zeitrechnung.

22.08. Erdüberlastungstag - mit diesem Tag sind rechnerisch die erneuerbaren Ressourcen der Erde aufgebraucht, global berechnet. Für Deutschland liegt der Tag der Ressourcenerschöpfung (aufgrund der fehlenden Energiewende usw.) regelmäßig im Frühjahr.

27.08. Geburtstag von Ruth C. Cohn (1912) in Berlin. Die jüdische, mehrfach ausgezeichnete Psychoanalytikerin und Pädagogin entwickelte – nach der Flucht über die Schweiz in die USA – die Themenzentrierte Interaktion (TZI), um damit viele Menschen zu stärken, sich einer Wiederholung der NS-Zeit entgegenzustellen. Im EMILIA-Projekt erhielten 12 Teilnehmerinnen ein Zertifikat in TZI.
Ruth Cohn starb 98jährig am 30.02.2010.

September

01.09. Beginn des Kirchenjahres der orthodoxen Kirchen, an diesem Tag wird besonders der Schöpfung gedacht.

06.09. Europäischer Tag der jüdischen Kultur

08.09./21.09. Mariä Geburt. Die römisch-katholische Kirche feiert die Geburt Marias, in den orthodoxen Kirchen ist die Bezeichnung „Gottesmutter“ üblich.

19.09. Rosch Ha-Schana. Neujahrsfest. Beginn des jüdischen Jahres 5781 und Beginn eines der Selbstreflexion gewidmeten Monats.

27.09. Beginn der Interkulturellen Woche unter dem Motto „Zusammen leben, zusammen wachsen“

28.09. Jom Kippur. Der Versöhnungstag ist der wichtigste jüdische Feiertag und Abschluss der zehn Bußtage nach Rosch Ha-Schana, der mit Gebet und strengem Fasten begangen wird.