Da ist nicht jüdisch noch griechisch, da ist nicht versklavt noch frei, da ist nicht männlich und weiblich: denn ihr seid alle eins in Christus Jesus.

Paulus im Brief an die Gemeinde in Galatien (Gal 3,28)

Im Römischen Reich der Antike ging es um Unterscheidungen, Unterscheidungen zwischen oben und unten, denen, die dazugehören, und den andern.

Gegen die herrschende Auffassung des „Teile und herrsche“ setzt Paulus eine andere. Als gebildeter Jude weiß er, dass die Heiligen Schriften die Gleichheit aller Menschen betonen. Und das bringt er in eigene Worte:

Die Unterscheidung in Ethnien spielt keine Rolle, die Unterscheidung im sozialen Status, in Herren und Knechte ist aufgehoben, die Unterscheidung in die verschiedenen Geschlechterrollen ist irrelevant – in Christus, in der neuen Gemeinschaft, vor Gott sind alle Menschen gleich. Und zwar nicht nur theoretisch!
Die früheren christlichen Gemeinschaften lebten in ihrer patriarchalen und gewalttätigen Gesellschaft ein Gegenmodell – so gut sie es vermochten. Und die Taufformel, die Paulus in seinem Brief an eine dieser Gemeinschaften zitiert, erinnerte daran, wie die Welt eigentlich sein soll:
Eine Gemeinschaft von Gleichberechtigten, mit gleichen Chancen.

An dieser Vision orientiert sich das Gender-Referat.

Gender-Referat

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Feier- und Gedenktage 2020

Mai

01.05. Tag der Arbeit. Ein Demonstrations- und Feiertag der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegungen weltweit. Auslöser war ein Generalstreik in Chicago 1886 und sein blutiges Ende. Heute in vielen Ländern gesetzlicher Feiertag.

12.05. Lag BaOmer. 33. Tag der Omer-Zeit (49 Tage zwischen Pessach und Schawuot, Trauerzeit im Gedenken an die Verfolgungen durch die Römer nach dem Bar Kochba Aufstand 135 u. Z.), Unterbrechung der Trauerzeit.

19.05. Nacht der Bestimmung (Lailat ul-Qadr). In dieser gesegneten Nacht empfing der Prophet Muhammad seine erste Offenbarung (Sure 96,1-5). Viele Muslim_innen verbringen die ganze Nacht im Gebet.

19.05. Geburtstag der Rahel Levin Varnhagen von Ense im Jahr 1771, einer Schriftstellerin und Philosophin der Kommunikation. Sie unterhielt einen bedeutenden Salon in Berlin, und ist damit Vorläuferin des interdisziplinären und interkulturellen Dialogs. Der erste Lila Salon war ihr gewidmet. 

21.05. Christi Himmelfahrt. 40 Tage nach Ostern Abschied Jesu von seinen Jünger_innen.

24.-25.05. Ramadanfest (Id-ul-Fitr). Das Fasten im Ramadan endet täglich mit Sonnenuntergang. Am Ende des Monats wird das Fest des Fastenbrechens gefeiert. Eine säkulare türkische Bezeichnung ist auch Seker Bayrami (Zuckerfest).

29./30.05. Schwawuot (Wochenfest). Erinnerung an die Gabe der Tora, zugleich Fest der Erstlingsfrüchte (sieben Wochen nach Pessach; schawua = Woche).

31.05./01.06.06. Pfingsten. Fest der heiligen Geistkraft, die auf die Apostel_innen herabkam. 50 (= griech. pentekoste) Tage nach Ostern.

Juni

7.06. Trinitatis. Seit dem 10. Jh. Vergegenwärtigung der Gottesvorstellung in dreifacher Gestalt; evangelisch auch Fest des Glaubensbekenntnisses.

11.06. Fronleichnam. Vielfach als Prozession mit Hostien (= Elemente der Eucharistie) gefeiert.

20.06. Weltflüchtlingstag, eigentlich: Welttag der Migranten und Flüchtlinge, 1914 von Papst Benedikt XV. unter dem Eindruck des Ersten Weltkrieges ausgerufener Gedenktag, 2001 von der UNO übernommen.

24.06. Geburt Johannes des Täufers. Bote, der auf Jesus hinweist. Vielfältiges Brauchtum.

28.06. Christopher-Street-Day, auch Regenbogenparade. Demonstrations- und Festtag für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern (LGBT).