Liebe deinen Nächsten und deine Nächste wie dich selbst.

Levitikus 19,18 | Markus 12,31

Nächstenliebe – das meint das gute Handeln, das Eintreten für andere. Und für die Autor*innen der Bibel geht das Hand in Hand mit der Zuwendung zu sich selbst.

Das Gebot der Nächstenliebe ist ein zentrales Gebot der Tora, den sog. Fünf Büchern Mose. Als gebildeter Jude hat Jesus von Nazareth sich mehrfach auf dieses Gebot bezogen, so berichten es die Evangelien im Neuen Testament. Im Markus-Evangelium zitiert er dieses Gebot wörtlich aus den Schriften.

Wenn Christ*innen sich also die Nächstenliebe auf die Fahnen schreiben, dann stellen sie sich damit in eine zentrale jüdische Tradition.

In dieser Tradition steht auch das Gender-Referat: Neben der Sorge für das Eigene steht gleichbedeutend das Eintreten für andere, für alle Geschlechter und Lebensformen, für die Menschen der internationalen Stadtbevölkerung, für Anhänger*innen verschiedener Religionen oder ohne.

Gender-Referat

Termine:

Jeden Mittwoch 10 - 12 Uhr
Offene Sprechstunde

Aufgrund des Corona-Virus ist das MIRA-Projektbüro für Besucherinnen geschlossen.
Sie können also nicht zur Sprechstunde kommen.
Wir beraten Sie sehr gerne am Telefon unter 02 09 - 35 98 81 29.

Veranstaltungsverbot:

Die Stadt Gelsenkirchen untersagt bis auf Weiteres alle öffentlichen Veranstaltungen. Deshalb haben wir unsere Terminübersicht vorerst abgeschaltet.

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Feier- und Gedenktage 2020

April

05.04. Palmsonntag. Nach den Palmzweigen benannt, die bei Jesu Einzug in Jerusalem gestreut wurden. Beginn der Karwoche, der „Stillen Woche“ vor Ostern.

08.04. Sederabend zum Beginn des Pessach (Seder= Ordnung) mit bestimmten Speisen und Texten der Haggada.

9.-16.04. Pessach. Erinnerung an den Auszug aus Ägypten.

09.04. Gründonnerstag, eigentlich von greinen (weinen), dennoch werden tradionellerweise grüne Speisen gegessen. Erinnerung an das Abschiedsmahl Jesu.

10.04. Karfreitag. Gedenken an die Ermordung Jesu von Nazareth unter römischer Herrschaft (seit dem 4. Jh. begangen). Gesetzlich als stiller Feiertag („Tanzverbot“) in allen Bundesländern bestimmt.

12./13.04. Ostern. Oft in Frühgottesdiensten zum Sonnenaufgang gefeiert, um den Übergang vom Tod ins Leben (Auferstehung) auch symbolisch zu verdeutlichen. Die orthodoxe Kirchenfamilie feiert Ostern am 19. April.

24.04. Ramadan. Beginn des Fastenmonats, an dem während des Tages Enthaltsamkeit geübt wird. Die Zeit des Ramadan ist für Musliminnen und Muslime eine besondere Zeit der Besinnung, die durch das Fasten tagsüber unterstützt wird. Das Fastenbrechen, das Iftar, zum Sonnenuntergang geschieht möglichst in Gemeinschaft, in der Familie, im Freundeskreis und auch mit (nichtmuslimischen) Gästen. Es ist eine gute Tradition geworden, dass Moscheegemeinden in dieser Zeit ihre (nichtmuslimische) Nachbarschaft und Vertreter_innen aus Politik und Gesellschaft einladen. Ob und wie das in Corona-Zeiten sein wird, bleibt noch abzuwarten.

30.4. Walpurgisnacht.

Mai

01.05. Tag der Arbeit. Ein Demonstrations- und Feiertag der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegungen weltweit. Auslöser war ein Generalstreik in Chicago 1886 und sein blutiges Ende. Heute in vielen Ländern gesetzlicher Feiertag.

12.05. Lag BaOmer. 33. Tag der Omer-Zeit (49 Tage zwischen Pessach und Schawuot, Trauerzeit im Gedenken an die Verfolgungen durch die Römer nach dem Bar Kochba Aufstand 135 u. Z.), Unterbrechung der Trauerzeit.

19.05. Nacht der Bestimmung (Lailat ul-Qadr). In dieser gesegneten Nacht empfing der Prophet Muhammad seine erste Offenbarung (Sure 96,1-5). Viele Muslim_innen verbringen die ganze Nacht im Gebet.

19.05. Geburtstag der Rahel Levin Varnhagen von Ense im Jahr 1771, einer Schriftstellerin und Philosophin der Kommunikation. Sie unterhielt einen bedeutenden Salon in Berlin, und ist damit Vorläuferin des interdisziplinären und interkulturellen Dialogs. Der erste Lila Salon war ihr gewidmet. 

21.05. Christi Himmelfahrt. 40 Tage nach Ostern Abschied Jesu von seinen Jünger_innen.

24.-25.05. Ramadanfest (Id-ul-Fitr). Das Fasten im Ramadan endet täglich mit Sonnenuntergang. Am Ende des Monats wird das Fest des Fastenbrechens gefeiert. Eine säkulare türkische Bezeichnung ist auch Seker Bayrami (Zuckerfest).

29./30.05. Schwawuot (Wochenfest). Erinnerung an die Gabe der Tora, zugleich Fest der Erstlingsfrüchte (sieben Wochen nach Pessach; schawua = Woche).

31.05./01.06.06. Pfingsten. Fest der heiligen Geistkraft, die auf die Apostel_innen herabkam. 50 (= griech. pentekoste) Tage nach Ostern.

Juni

7.06. Trinitatis. Seit dem 10. Jh. Vergegenwärtigung der Gottesvorstellung in dreifacher Gestalt; evangelisch auch Fest des Glaubensbekenntnisses.

11.06. Fronleichnam. Vielfach als Prozession mit Hostien (= Elemente der Eucharistie) gefeiert.

20.06. Weltflüchtlingstag, eigentlich: Welttag der Migranten und Flüchtlinge, 1914 von Papst Benedikt XV. unter dem Eindruck des Ersten Weltkrieges ausgerufener Gedenktag, 2001 von der UNO übernommen.

24.06. Geburt Johannes des Täufers. Bote, der auf Jesus hinweist. Vielfältiges Brauchtum.

28.06. Christopher-Street-Day, auch Regenbogenparade. Demonstrations- und Festtag für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern (LGBT).